Gelungene Transformation:
Neue Arbeitswelten in alten Büros

01 Powerhouse Kjorbo_Foto Ketil Jacobsen_Blog
Umwandlung von 80er-Jahre-Büros in ein Plusenergiehaus: Powerhouse Kjørbo in der Nähe von Oslo
Architektur: Snøhetta, © Ketil Jacobsen

Die Arbeit wandelt sich und mit ihr auch die Architektur. Zahlreiche Büro- und Verwaltungsbauten aus der jüngeren Vergangenheit entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand von Technik und Ausstattung. Die Frage nach Abriss oder Modernisierung beantworten aktuelle Projekte mit kreativen Ideen: Statt Abbruch und Neubau verbinden sie Alt und Neu zu inspirierenden Bürowelten.

02 MLC_Foto Frederic Delangle_Blog
Modernes Bürokonzept im historischen Ensemble: „25 rue Michel le Comte“ in Paris
Architektur: Atelier du Pont , © Frédéric Delangle

Die Wiederbelebung alter Büro- und Gewerbebauten ist gegenwärtig eine der wichtigsten Aufgaben von Architektur und Immobilienwirtschaft. Vor allem in Großstädten gibt es zumeist einen hohen Bestand an Altbauten aus den 50er- bis 80er-Jahren, die auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden müssen. Sanierung, Revitalisierung und Refurbishment gehören heute zu den am häufigsten gebrauchten Begriffen, wenn es um zentral gelegene Büroimmobilien geht. Bauten, die nicht mehr marktgängig sind, aber ein großes Potential haben, werden umgestaltet und neu belebt. In welchem Umfang die vorhandene Substanz dabei modernisiert oder erneuert wird, hängt von wirtschaftlichen und technischen Faktoren, aber auch von ästhetischen Überlegungen ab.

03 TPL_Foto Paritzki und Liani_Blog
Von Terrassenbauten aus den 60ern zur modernen Office-Welt: TPL Offices in Tel Aviv
Architektur: Paritzki & Liani, © Paritzki & Liani

Das größte Problem bei einer Modernisierung veralteter Gebäude sind die Unwägbarkeiten hinsichtlich der Substanz und Statik. Anders als bei Neubauten muss genau überlegt werden, ob sich Aufwand und Risiko einer Umgestaltung lohnen. Dennoch entscheiden sich heute viele Investoren und Projektentwickler für eine bauliche Überarbeitung des Vorhandenen. Der Kreativität scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein: Vormals kleinteilige 60er-Jahre-Bauten werden zu Open Space Offices, graue Verwaltungsgebäude aus den 70ern verwandeln sich in bunte Arbeitswelten und Büros aus den 80er-Jahren in schicke Business Parks.

04 Segreen_Foto Lombardini22_Blog
Eine flexible und grüne Arbeitswelt belebt die Architektur von 1969: Segreen Business Park in der Nähe von Mailand
Architektur: Lombardini22, © Lombardini22

Ein weiterer entscheidender Aspekt bei der Sanierung von Bestandsbauten ist deren nachhaltige Optimierung. Gerade Gewerbeimmobilien haben ein großes Potenzial beim Einsparen von Energie und Ressourcen. Neuere Analysen wie die Studien der Deutschen Energie-Agentur (dena) weisen zum Beispiel für die Bundesrepublik darauf hin, dass nur ein Siebtel des Bestandes Nichtwohngebäude sind – diese haben jedoch einen Anteil von 40 Prozent am Endenergieverbrauch aller Gebäude. Bei der Verwandlung überkommener Büros in zeitgemäße Arbeitswelten bleibt also noch viel zu tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.