Speicherwolken: Trendwende bei der Cloud-Nutzung

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Spätestens seit Ende der 90er-Jahre wird Cloud Computing als flexible Lösung für modernes Arbeiten diskutiert. Das Speichern von Daten in einer „Rechnerwolke“ galt vielen Unternehmen allerdings lange als zu unsicher. Laut dem aktuellen Cloud Monitor von Bitkom zeichnet sich nun eine Trendwende ab.

Dank digitaler Mobilgeräte ist das Arbeiten heute fast überall möglich. Ein häufiger Ortswechsel erschwert jedoch den Austausch und das Speichern von Daten. Besonders bei größeren Datenmengen fallen herkömmliche Methoden wie der Versand über E-Mails weg. Seit einigen Jahren werden hierfür Cloud-Dienste als mobile Speicher angeboten, die unabhängig vom Standort global verteilten Nutzern zur Verfügung stehen. Ein weiterer Vorteil solcher ausgelagerten Lösungen ist, dass sie die interne IT schnell und kostengünstig erweitern oder ersetzen können.

Vielen deutschen Unternehmen galt Cloud Computing allerdings lange als zu unsicher. Besonders kleinere Firmen empfanden den Datenschutz wichtiger als den Nutzen solcher virtuellen Plattformen. Doch nun scheint es eine Trendwende zu geben: Laut dem gerade erschienenen Cloud Monitor 2016 des Branchen-Netzwerks Bitkom haben im letzten Jahr erstmals mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen Cloud-Dienste in Anspruch genommen. Dieses Ergebnis ist wohl vor allem auf die sprunghaft gestiegene Verbreitung von Public Cloud-Computing zurückzuführen. Vorrangiges Ziel ist dabei ein verbesserter Zugriff auf IT-Ressourcen. Ein weiteres Wachstum von Cloud-Diensten ist nach Bitkom für die kommenden Jahre vorgezeichnet.

Vermutlich auch aufgrund jüngster Datenskandale bleibt die Furcht vor unberechtigtem Zugriff der größte Vorbehalt gegen Cloud-Services. Immerhin 15 Prozent der befragten Unternehmen haben Vorfälle im Hinblick auf die Datensicherheit in den genutzten Cloud-Diensten festgestellt, 20 Prozent haben einen entsprechenden Verdacht. Der Angst vor dem Diebstahl oder dem Verlust vertraulicher Daten begegnet man heute mit einer wachsenden Sensibilität. So wird beispielsweise vermehrt darauf geachtet, dass sich der Sitz des jeweiligen Rechenzentrums für die Cloud-Nutzung in Deutschland oder der EU befindet. Neue Lösungen wie der Cloud-Service „Azure“ von Microsoft verpflichten sich zudem der Einhaltung der EU-Datenschutzrichtlinien.

 

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