Unterwegs arbeiten:
Neue Business Hotels (Teil 2)

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Virgin Hotels, Chicago, Meeting Room
© Virgin Hotels

Hotels sind heute nicht mehr nur Schlaf-, sondern auch Arbeitsplätze. Neue Konzepte für Businesshotels versuchen diesem Wandel gerecht zu werden: mit zukunftsweisenden Angeboten und einer außergewöhnlichen Gestaltung.

Für Hotels geht es heute vor allem darum, eine Identität zu entwickeln und Themen zu besetzen, mit denen sie sich erkennbar positionieren können. Im Bemühen um neue Zielgruppen finden daher auch die Bedürfnisse von „Mobile Workern“ stärker Beachtung. Denn jüngere Generationen, die Arbeit und Freizeit zunehmend vermischen, machen einen großen Teil der Gäste aus. Vernetzung und Kommunikation sind für diese Klientel  mindestens ebenso wichtig wie ein individuelles Ambiente.

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Hotel Schani, Wien, Lobby
© Kurt Hoerbst
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Hotel Schani, Wien, Coworking Space
© Häfele by studio-khf.de

An Konzepten für die Hotels von morgen arbeiten Initiativen wie das Forschungsprojekt „FutureHotel“ vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Das Vorhaben beschäftigt sich unter anderem mit relevanten Entwicklungen für die Hotellerie und mit Anforderungen verschiedener Gästetypen. Als Forschungspartner beteiligen sich Hotels wie das jüngst eröffnete „Schani“ in Wien an diesem Netzwerk. Durch die Kooperation flossen viele neue Ideen in dessen Planung ein: So gibt es nicht nur einen mobilen Check-in und Check-out sowie den Zimmerschlüssel auf dem Smartphone. Auch die multifunktionale Lobby und der Coworking-Bereich zum vernetzten Arbeiten machen das Hotel zu einem der innovativsten im deutschsprachigen Raum.

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Grand Hyatt Hotel, Bangkok, Internet Cafe
© Grand Hyatt
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Grand Hyatt Hotel, Hong Kong, Meeting Room
© Grand Hyatt

Das Beispiel in Wien zeigt einen weiteren Faktor, der für die Wahl des Hotels an Bedeutung gewinnt: ein unverwechselbares Ambiente. Neuere Studien deuten darauf hin, dass von Designern gestaltete Hotels gerade bei jüngeren Zielgruppen wirtschaftlich punkten können. Das Besondere ist verlockend und insbesondere für ein ausgefallenes Interieur ist der Gast bereit, ein wenig mehr zu bezahlen. So werden heute in besseren Häusern nicht nur zeitgemäße Angebote erwartet, sondern auch ein individueller Stil.

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Virgin Hotels, Chicago, Rooftop
© Virgin Hotels

Längst hat der Trend zum Designhotel hauch das untere Ende des Preisspektrums erreicht. Mit einer Kombination aus ambitionierter Gestaltung und erschwinglichen Preisen erobert eine neue Spezies von Herbergen den urbanen Hotelmarkt. Der Fokus dieser Häuser liegt auf Funktionalität, moderner multimedialer Ausstattung, trendigem Interieur und moderaten Zimmerpreisen. Angesprochen werden damit unter anderem Geschäftsreisende, denen eine zeitgemäße Technik wichtiger ist als Luxus – die aber dennoch nicht auf ein schickes Ambiente verzichten möchten.

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