Tonangebend: Raumakustik verschafft sich Gehör

Wann wurde zuletzt ein Gebäude für seine Akustik ausgezeichnet? Lange hat die Architektur – und die Gesellschaft als Ganzes – den Sehsinn gegenüber dem Gehör bevorzugt. Mittlerweile befassen sich jedoch verschiedene Architekten mit den Forschungsergebnissen der Akustikexperten und berücksichtigen die Sensorik in ihrem Denken und in ihrer Arbeit in einer umfassenderen Art. Horchen Sie auf.

Überall Filz: Die Innenarchitekten von i29 setzten bei der Gestaltung der Büroräumlichkeiten der Marketingagentur Tribal DDB in Amsterdam ganz auf das schalldämmende Material. Decken und Wände sind damit ebenso überzogen wie Leuchten und Möbel
Überall Filz: Die Innenarchitekten von i29 setzten bei der Gestaltung der Büroräumlichkeiten der Marketingagentur Tribal DDB in Amsterdam ganz auf das schalldämmende Material. Decken und Wände sind damit ebenso überzogen wie Leuchten und Möbel

Das sprachliche Arsenal zur Diskreditierung unsozialen Verhaltens ist unlängst um einen Ausdruck erweitert worden: sodcasting.* Die neue Wortkreation – eine spielerische Abwandlung des Begriffs Broadcasting (Rundfunk) – verbreitet sich in Grossbritannien rasch und bezeichnet lautes Musikhören über den Lautsprecher eines Mobiltelefons in der Öffentlichkeit, meist im öffentlichen Verkehr. Dieses Phänomen steht exemplarisch für den gesellschaftlichen Trend, den der Soundexperte Julian Treasure als „das Paradigma des ‚Personal Broadcasting’, dem wir alle verfallen sind“ beschreibt.

Nach Ansicht von Treasure, Autor des Buches „Sound Business“ und Vorsitzender der britischen Sound Agency, tragen wir alle mehr oder weniger stark dazu bei, dass unsere Welt immer lauter wird. Durch das Gepiepse und Gesumme unserer Smartphones und all die anderen Begleitgeräusche des digitalen Lebens hat sich der Lärmpegel insgesamt erhöht. In mancher Hinsicht werden wir durch die neuen Kommunikationsmittel und Medien zu schlechtem Benehmen verleitet. Die jahrhundertealte Auffassung von Begriffen wie Rücksichtsname und Privatheit etwa hat sich durch das Telefonieren in der Öffentlichkeit innerhalb von kurzer Zeit gewandelt. (…)

Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.architonic.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.